Bildungsschock | Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren

vonOTS
MÄRZ 10, 2022

Foto: Silke Briel / HKW

Foto: Miro Kuzmanovic

vai Vorarlberger Architektur Institut zeigt Ausstellung zum Thema Architektur und Bildung.

Dornbirn (OTS) - Die Ausstellung "Bildungsschock" wirft den Blick auf eine Epoche, in der Regierungen weltweit große Investitionsprogramme für Forschung und Bildung beschlossen: Ganztagsschulen und Bildungszentren wurden gebaut, Reformuniversitäten gegründet, Sprachlabore eingerichtet. Man entdeckte die „Stadt als Klassenzimmer“ und erfand das „lebenslange Lernen“. Themen, die auch in den aktuellen Debatten um die Beziehung von Bildung und Raum eine wichtige Rolle spielen.

Der Begriff „Bildungsschock“ bezieht sich einerseits auf Schock-Metaphern der Zeit. Andererseits verweist er auf die Erschütterungen, denen Bildung im Zuge von Reform und Modernisierung ausgesetzt war.

Die Ausstellung folgt dem Prinzip der Fallstudie. Jede der dreiunddreißig Stationen arbeitet einen bestimmten Aspekt des globalen Bildungsgeschehens der 1960er und 1970er Jahre heraus und setzt diesen in Bezug zu damit verbundenen Architekturen. Dafür haben die mitwirkenden Künstler*innen und Wissenschaftler*innen die Archive sondiert. Den Besucher*innen wird eine Epoche nähergebracht, die geprägt war von Experimenten, von Aufbruchsstimmung, von Kritik und Zweifel. "Bildungsschock" kann damit als Ressource für den Umgang mit den bildungspolitischen Debatten der Gegenwart und Zukunft dienen.

Eine Ausstellung des Haus der Kulturen der Welt (HKW), Berlin Kurator: Tom Holert Projektkoordination: Marleen Schröder

Ursprüngliche Ausstellungsgestaltung HKW: Kooperative für Darstellungspolitik | Ausstellungsarchitektur HIT | Grafik

Adaptierung für das vai: Clemens Quirin | Konzeption Daniel Büchel | Ausstellungsarchitektur Lisa Ugrinovich | Grafik

Quelle: OTS

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